Amtshilfe (Beleuchtung)


Datum: 18.01.2011 
Alarmzeit: 19:05 Uhr 
Alarmierungsart: Telefon 
Dauer: 2 Stunden 55 Minuten 
Art: Hilfeleistung 
Einsatzort: Treis, Am Schwimmbad 
Mannschaftsstärke:
Fahrzeuge: MLF Müden (22/44-1) 


Einsatzbericht:

Das MLF Müden wurde zur Ausleuchtung der Einsatzleitung der Polizei nach Treis alarmiert.

Pressemitteilung vom 18.01.2011 (von www.polizei.rlp.de):
– – – Medienerstinformation – – –
Stand: Di., 18.01.11, 20.00 Uhr

Seit etwa 17.00 Uhr läuft ein aufwändiger Polizeieinsatz, der nach einer kilometerlangen Irrfahrt durch den Hunsrück sein vorläufiges Ende im Flaumbachtal (L 202) bei Treis-Karden/Mosel gefunden hat. Der mutmaßliche Geschehensablauf, wie er sich für die Polizei derzeit darstellt:

Zunächst wurde gegen 15.30 Uhr in Sien (an der B 270, bei Lauterecken) von den Insassen eines hochwertigen Pkw ein Tankbetrug verübt. Der anschließende Kennzeichenabgleich ergab, dass der betreffende Pkw (Daimler Benz, AMG-Limousine) zudem als gestohlen gemeldet ist. Nach dem Fahrzeug wurde durch die Polizei Trier eine überregionale Fahndung eingeleitet.

Kurz nach 17.00 Uhr kam das gesuchte Fahrzeug unweit der Ortschaft Blankenrath/Hunsrück einer Streifenbesatzung der PI Zell entgegen. Der Mercedes-Fahrer beschleunigte sofort und versuchte alles, sich der Kontrolle zu entziehen. Noch während der sich hieraus entwickelnden Verfolgungsfahrt durch die benachbarten Ortschaften, ging bei der Polizei die Information ein, dass wenige Minuten zuvor die Poststelle in Blankenrath überfallen worden war. Wie sich bald herausstellte, ebenfalls durch die Insassen des besagten AMG-Mercedes.

Gegen 18.00 Uhr endete die Flucht vorläufig im Flaumbachtal, einem engen und dicht bewaldeten Tal zwischen Kloster Maria Engelport und Treis-Karden. Nach einer Kollision mit einem Einsatzfahrzeug der Polizei, mussten die Täter dort ihr Fahrzeug verlassen und flüchteten zu Fuß in den unmittelbar angrenzenden Wald.
Nachdem weitere Einsatzkräfte der Polizei herangeführt werden konnten (u.a. mehrere Diensthundführer sowie der Polizeihubschrauber) gelang es gegen 19.00 Uhr, einen 20-jährigen Mann festzunehmen.

Die Suchmaßnahmen nach mindestens einem weiteren Täter dauern zur Stunde noch an. Aufgrund der Gesamtsituation (schwierigste Topographie mit dichtem Bewuchs, Dunkelheit, mögliche Bewaffnung, Nässe, etc.) gestaltet sich diese Suche äußerst schwierig und ist mit hohem Risiko für die eingesetzten Kräfte behaftet.

Pressemitteilung vom 21.01.2011 (von www.polizei.rlp.de):
Drei Tage nach dem Raubüberfall auf eine Postfiliale in Blankenrath hat die Polizei heute Mittag, 21. Januar, den dritten noch flüchtigen Tatverdächtigen im nordrhein-westfälischen Solingen festgenommen. Die beiden Mittäter konnten bereits kurz nach der Tat am Dienstag, 18. Januar festgenommen werden.

Der flüchtige 35-Jährige ging der Polizei am Freitagmittag, 21. Januar, in der Innenstadt von Solingen ins Netz. Kräfte der Kriminaldirektion Trier konnten den Mann auf offener Straße festnehmen. Als der Gesuchte die Beamten erkannte, versuchte er erneut wegzulaufen. Dabei stürzte er gegen ein geparktes Fahrzeug und zog sich Kopfverletzungen zu. Der Tatverdächtige wird derzeit ärztlich behandelt.
Umfangreiche Ermittlungen der Kriminaldirektion Trier in Zusammenarbeit mit der sachbearbeitenden Kriminalinspektion Wittlich hatten jetzt zur Festnahme des Mannes geführt.
Der 35-Jährige steht im Verdacht, in der Nacht zu Donnerstag, 20. Januar, in Blankenrath ein Auto entwendet zu haben, mit dem er seine Flucht fortsetzte. Der Opel Meriva wurde am gleichen Tag in Kaiserslautern aufgefunden.
Der 35-jährige gebürtige Saarländer ist in der Vergangenheit bereits durch verschiedene Delikte überwiegend im Bereich der Eigentumskriminalität erheblich in Erscheinung getreten. Der Mann soll heute noch dem Haftrichter vorgeführt werden.